Projekt Ortsfamilienbuch/Genealogie
Neuauflage historischer Bücher
Mit der Neuauflage zweier bedeutender Werke zur Ortsgeschichte leistet der Historische Verein Schutterwald einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des historischen Erbes unserer Gemeinde. Erstmals seit vielen Jahren werden das Dorf- und Hausbuch von Paul Schott sowie das Hausnamenbuch von Klemens Hansert wieder erhältlich sein.
Dorf- und Hausbuch von Paul Schott
Das Dorf- und Hausbuch, das Lehrer Paul Schott im Jahr 1938 verfasste, zählt zu den wichtigsten historischen Quellen über Schutterwald. Vom Original ist heute nur noch ein einziges Exemplar erhalten.
Um dieses wertvolle Zeitdokument dauerhaft zu sichern, wurde das Buch vollständig digitalisiert und als hochwertiges Faksimile für den Neudruck aufbereitet. Die Neuauflage gibt den historischen Bestand originalgetreu wieder und macht dieses einzigartige Werk erstmals wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Das rund 450 Seiten umfassende Buch enthält unter anderem:
- die Geschichte Schutterwalds und seiner Entwicklung,
- ausführliche Beschreibungen der Häuser und Höfe,
- zahlreiche historische Fotografien,
- kunstvolle Tuschezeichnungen der Schutterwälder Fachwerkhäuser,
- Familien- und Gemeindewappen,
- Darstellungen des kirchlichen Lebens,
- sowie ausführliche Informationen zur Schutterwälder Tracht und ihren Besonderheiten.
Als Quelle aus dem Jahr 1938 ist das Werk zugleich ein historisches Zeitzeugnis seiner Entstehungszeit. Es enthält einzelne Passagen, die den damaligen politischen Vorgaben entsprechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige dieser Stellen überklebt oder durchgestrichen. Auch diese Veränderungen wurden bewusst im Faksimile übernommen und sind Teil der historischen Überlieferung. Das Buch ist daher als zeitgeschichtliches Dokument zu verstehen und im historischen Kontext einzuordnen.
Hausnamenbuch von Klemens Hansert
Das Hausnamenbuch von Klemens Hansert dokumentiert die traditionellen Hausnamen Schutterwalds und erläutert deren Herkunft sowie ihre geschichtliche Entwicklung.
Da das Buch seit längerer Zeit vergriffen ist, wird es nun in unveränderter Form neu aufgelegt. Es ergänzt das Dorf- und Hausbuch in idealer Weise und stellt eine wertvolle Quelle für Heimat- und Familienforschung dar.
Bestellung
Die Neuauflage beider Bücher erfolgt auf Grundlage der eingehenden Vorbestellungen.
Bestellungen sind bis zum 15. August 2026 möglich. Anschließend werden die Bücher in den Druck gegeben.
Der Preis beträgt voraussichtlich:
- Dorf- und Hausbuch: maximal 50 € (abhängig von der Auflagenhöhe)
- Hausnamenbuch: etwa 30 €
Musterseiten beider Bücher stehen auf unserer Downloadseite zur Verfügung. Außerdem können die Bücher nach vorheriger Absprache eingesehen werden.
Für Auskünfte und Bestellungen stehen wir Ihnen gerne unter Telefon 0781 52299 zur Verfügung.
Ein Beitrag zur Bewahrung unserer Ortsgeschichte
Mit diesem Projekt möchte der Historische Verein Schutterwald zwei bedeutende Werke der Ortsgeschichte dauerhaft erhalten und für heutige sowie zukünftige Generationen zugänglich machen. Die Neuauflagen richten sich an alle, die sich für die Geschichte Schutterwalds, die Heimatforschung oder ihre Familiengeschichte interessieren und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung unseres kulturellen Erbes.
An diesem Projekt arbeiteten:
Clemens Herrmann, Klemens Hansert, Martin Ritter, Dr. Harald Ritter, Martin Junker und zeitweise Eugen Hansmann.
Die Projektgruppe arbeitete seit dem 4. April 2012 bis Anfang 2019 immer montags ab 19:00 Uhr im Keller des Rathauses, Eingang Bücherei.
In Kürze:
Da die Kirchenbücher in sehr schlechtem Zustand waren, war ein direktes Arbeiten mit ihnen nicht möglich. So haben wir, Clemens Herrmann und Klemens Hansert, die Bücher hochauflösend fotografiert. Mit einem, nach den Plänen von Klemens Hansert von den Auszubildenden der INA/Schaeffler Lahr, angefertigten, Reprostativ und einer Buchwaage, konnten wir schonend für die Buchrücken ans Werk gehen. Ca. 14 Monate dauerten die Fotografiearbeiten. Mit Baumwollhandschuhen und Lineal nur wurden die Seiten umgeblättert, eine Arbeit für 2 Mann und zwei Stunden je Woche. Fotos mit je 10 Megapixeln liegen nun vor und bieten eine hervorragende Auflösung. Mit hoher Vergrößerung können so einzelne Buchstaben scharf sichtbar gemacht werden, welche der Lesbarkeit in Problemfällen zu Gute kommen. Der Lesbarkeit dienten auch die schon lange von Antonius Hansert aus Höfen angefertigten Kopien der Kirchenbücher. Es wurde aber auch ersichtlich, wie schwer der Zustand der Kirchenbücher in dieser Zwischenzeit gelitten hat. Seiner Frau Gretel mit Familie danken wir herzlich für die Überlassung der Unterlagen aus den genealogischen Forschungen von Antonius.
Mit sechs PC ausgestattet arbeiteten nach der fotografischen Erfassung vier Personen in zwei Gruppen an der digitalen Erfassung der Daten in Excel-Dateien. Je eine Person las an einem PC aus den Fotos der Kirchenbücher vor und kontrollierte die Eingaben des Partners, der die Daten in eine Excel-Tabelle am anderen PC eingab.
Es ist geplant, diese Daten zur besseren Durchsuchbarkeit in ein genealogisch Datenbanksystem Gramps zu überführen. Dazu sind wir aber auf Erweiterung des Teams angewiesen.
Insgesamt sind alle Excel-Dateien, die Fotodateien und ein Vorwort zur Benutzung auf der Homepage unseres Historischen Vereins eingestellt und herunterladbar. Dazu sollte auf dem Ziellaufwerk des Ahnenforschers, der die Dateien herunterladen möchte, ein freies Datenvolumen von ca. 24 GB vorhanden sein, denn diese Datenmenge steht bereit. Vom Jahre 1676 sind Ehe- und Sterbebücher vorhanden und erfasst, Die Geburts- und Taufdaten liegen von 1682 vor. Vom Datenschutzgesetz begrenzt werden jedes Jahr als Exceldateien die freiwerdenden Jahrgänge aus dem Standesamt hinzugefügt.
Die Erfassung der Daten ist vollumfänglich dessen, was in den Kirchenbüchern und den Standesamtsregistern niedergelegt ist. Damit ermöglichen wir nachfolgenden Forschern auf digitaler Ebene zu arbeiten ohne die Originale der Kirchenbücher benutzen zu müssen und damit diese zu schonen.
Mit der Bereitstellung hier auf dieser Homepage spart sich jeder interessierte Ahnenforscher lange Wege, Zeit und Kosten.
Der Verein wünscht sich eine Spende auf das angegebene Konto um die Sachkosten für PC und die laufenden Kosten das Hosting der Daten bezahlen zu können.
Aufgrund der hohen Kosten wird auf den Druck eines Familen- oder Sippenbuches zurzeit verzichtet. Auch die Fotodateien mit ca. 23 GB Datenmenge erfordern für die Bereitstellung auf der Homepage jährlich viel Zeit und Kosten. Da die Nachfrage eher selten ist, denn die Excelaten sind ja vorhanden, Übergeben wir die Fotodaten gerne im Einzefall auf Zuruf. Senden Sie uns eine Mail, dann regeln wir die Übergabe, entweder direkt bei unseren monatlichen Treffen oder durch Zusenden eines USB-Sticks mit Rückporto.
